Die Idee hinter https://monkey-zino.ch/ ist radikal: Statt klassischer Tierhaltung soll eine neue Form der Tierhaltung entstehen – getrieben durch eine Mischung aus Genossenschaftsmodell, digitaler Vernetzung und tierfreundlicher Landwirtschaft. Das Schweizer Startup, das 2021 gegründet wurde, setzt auf eine Alternative zu konventionellen Massentierhaltung, bei der Schweine, Geflügel und sogar Milchkühe nicht mehr in industriellen Fabriken, sondern in kleinen, artgerechten Betrieben leben. Die Vision: eine Kreislaufwirtschaft, in der Tiere nicht als Ware, sondern als Teil eines lebendigen Ökosystems betrachtet werden. Doch wie funktioniert das konkret? Und warum könnte dieses Modell langfristig die Landwirtschaft in der Schweiz nachhaltiger machen?
Monkey-Zino nutzt ein einzigartiges Genossenschaftsmodell, das Investoren, Landwirten und Tierhaltern verbindet. Im Gegensatz zu klassischen Coops, bei denen Mitglieder oft nur passive Eigentümer sind, ist hier die Kontrolle aktiv in die Hände derer gelegt, die die Tiere selbst halten. Die Genossenschaft finanziert sich über Crowdinvesting und private Fördergelder, wobei die Erlöse direkt in die Tierhaltung fließen. Das Besondere: Die Tiere werden nicht als Ware verkauft, sondern als Teil eines Ökosystems, dessen Wert über verschiedene Kanäle – von Direktvermarktung bis zu tierfreundlicher Gastronomie – generiert wird. Das Ziel ist es, die Tierhaltung von der Profitmaximierung abzukehren und stattdessen auf Nachhaltigkeit und Tierwohl zu setzen.
Ein zentraler Aspekt von Monkey-Zino ist die Digitalisierung der Landwirtschaft. Durch eine Plattform, die Landwirte, Tierhalter und Verbraucher verbindet, wird der Handel transparenter und effizienter. Die Tiere werden nicht mehr in großen Betrieben gehalten, sondern in kleinen, familiengeführten Betrieben, die auf artgerechte Haltung setzen. Das bedeutet weniger Stress für die Tiere, weniger Antibiotika-Einsatz und eine höhere Lebensqualität. Gleichzeitig wird die Landwirtschaft klimaneutraler, da die Tiere als Teil eines geschlossenen Kreislaufs betrachtet werden – etwa durch die Nutzung von Dung als natürliches Düngemittel.
Die ersten Projekte von Monkey-Zino konzentrieren sich auf die Haltung von Schweinen, Geflügel und Milchkühen. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt in der Region Bern, wo eine kleine Genossenschaft mit 50 Schweinen und 200 Hühnern arbeitet. Die Tiere werden nicht in Massenhaltung gehalten, sondern in kleinen Herden, die sich frei bewegen und artgerecht ernähren lassen. Die Erträge werden direkt an die Verbraucher verkauft, was nicht nur die Tierhaltung, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt. Das Modell hat bereits positive Resonanz erfahren, da es zeigt, wie nachhaltige Landwirtschaft auch wirtschaftlich attraktiv sein kann.
Doch wie steht es um die Finanzierung und Skalierung dieses Modells? Monkey-Zino setzt auf Crowdinvesting, bei dem Privatpersonen und Unternehmen in die Genossenschaft investieren können. Die Erträge werden dann direkt in die Tierhaltung fließen, was die Unabhängigkeit von klassischen Banken und Konzerne ermöglicht. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen mit lokalen Landwirten zusammen, die ihre Erfahrungen einbringen und das Modell vor Ort testen. Das Ziel ist es, das Konzept zu skalieren und es in weiteren Regionen der Schweiz zu etablieren. Die ersten Schritte sind bereits gelungen, und das Potenzial ist enorm, besonders in einer Zeit, in der Verbraucher zunehmend auf Nachhaltigkeit achten.
Zusammenfassend zeigt Monkey-Zino, wie eine neue Form der Landwirtschaft entstehen kann, die nicht nur die Tierhaltung, sondern auch die Wirtschaft nachhaltiger macht. Durch das Genossenschaftsmodell, die Digitalisierung und die Fokussierung auf artgerechte Haltung könnte dieses Modell eine Vorbildfunktion für die Schweizer Landwirtschaft übernehmen. Es ist ein Beispiel dafür, wie Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können – und warum es Zeit ist, die Tierhaltung neu zu denken.
- Monkey-Zino wurde 2021 als Genossenschaft gegründet und kombiniert Crowdinvesting mit artgerechter Tierhaltung.
- Die Tiere leben in kleinen Herden, nicht in Massentierhaltung, was zu weniger Stress und Antibiotika-Einsatz führt.
- Durch die Plattform wird der Handel transparent und die Erlöse direkt an Verbraucher weitergegeben.
- Das Projekt in Bern zeigt bereits positive Ergebnisse: 50 Schweine und 200 Hühnern leben artgerecht, mit direkter Vermarktung.
- Finanzierung erfolgt über Crowdinvesting und lokale Partnerschaften, um Unabhängigkeit von klassischen Banken zu erreichen.